Bezirksvorsitzender Südhessen

Michael Raub    
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64164 Reichelsheim

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E-Mail steno-raub@gmx.de

Tradition trifft Zukunftsauftrag: 32. Stenografentreff am Felsberg

Herausgeber: Hessischer Stenografen-Verband e. V. / Bezirk Südhessen

Ort: Lautertal / Felsberg

Datum: 16.07.2026

LAUTERTAL / FELSBERG. Bereits zum 32. Mal seit Wiederaufnahme der Tradition im Jahr 1992 kamen Mitglieder und Freunde des Hessischen Stenografen-Verbandes (Bezirk Südhessen) am Felsberg zusammen. Vor der historischen Kulisse zwischen dem ehemaligen Felsberghotel und der Gabelsberger-Eiche erinnerten die Anwesenden an die Wurzeln der modernen Kurzschrift sowie an ihren unverzichtbaren Wert für Bildung, Rechtsstaatlichkeit und Sprachkultur.

Historischer Ort von 1892 und herzliche Willkommensgrüße

An diesem geschichtsträchtigen Ort hatten am 3. Juli 1892 rund 600 Mitglieder der Stenografen-Gesellschaft die dortige Eiche zu Ehren von Franz Xaver Gabelsberger (1789–1849) geweiht. Der Bezirksvorsitzende Michael Raub begrüßte die versammelten Schriftfreunde und sprach dem Hausherrn der heutigen Felsberg-Akademie, Dr. Holger Zinke, seinen besonderen Dank aus. Dr. Zinke sorgt dafür, dass die Gabelsberger-Eiche samt Gedenkstein hervorragend in die Außenanlagen der Akademie eingebunden bleibt.

Zudem übermittelte Raub die besten Grüße von Dr. Jascha Alexander Koch, Vizepräsident des Deutschen Stenografenbundes, sowie von Claudia Steinkühler, der Vorsitzenden des Hessischen Stenografen-Verbandes. Beide betonten die anhaltende Bedeutung der Stenografie als Kulturgut und Werkzeug für gesellschaftliches Engagement.

 

200 Jahre Wirken Gabelsbergers & die Geschichte der Deutschen Einheitskurzschrift

In seinem Fachreferat hob Michael Raub hervor, dass Franz Xaver Gabelsberger vor genau 200 Jahren – im Jahr 1826 – seine Tätigkeit als Sekretär im Statistischen Büro des bayerischen Innenministeriums aufnahm. Bereits 1818 hatte Gabelsberger sein bahnbrechendes Kurzschriftsystem vorgestellt, die als „Redezeichenkunst“ konzipierte Gabelsberger-Kurzschrift. Sie bildete das Fundament für die spätere Deutsche Einheitskurzschrift (DEK).

Gabelsbergers Erfindung schuf die Voraussetzung für die rasche und präzise Aufzeichnung von Debatten im aufkommenden parlamentarischen System des 19. Jahrhunderts. Nach Jahrzehnten der Rivalität zwischen verschiedenen Stenografiesystemen beendete das Preußische Staatskabinett im Jahr 1924 die Streitigkeiten durch die Einführung der Deutschen Einheitskurzschrift.

Meilensteine der Kurzschrift-Geschichte

  • 1818: Franz Xaver Gabelsberger stellt seine neu entwickelte Kurzschrift („Redezeichenkunst“) vor.
  • 1826 (vor 200 Jahren): Antritt Gabelsbergers als Sekretär im Statistischen Büro des bayerischen Innenministeriums.
  • 1892: Weihung der Gabelsberger-Eiche auf dem Felsberg durch 600 Stenografen.
  • 1924: Offizielle Einführung der Deutschen Einheitskurzschrift (DEK).
  • 1934/1936: Systemkritik des Reichserziehungsministeriums führt zur 2. DEK-Reform.
  • 1968: 3. DEK-Reform (wobei die DDR ein eigenes System weiterführte).

 

Rechtsstaatlichkeit, Bildung und die Notwendigkeit geschriebener Texte

Dr. Holger Zinke bedankte sich für die treue Verbundenheit der Stenografen mit dem Felsberg. Er erinnerte unter anderem an die historische Rolle der Stenografie für den Rechtsstaat: Dank der detaillierten Kurzschriftprotokolle (über sieben Verhandlungsstunden) in den Prozessen gegen die Revolutionäre von 1848 konnte damals ein Teil der Angeklagten freigesprochen werden.

„Zurzeit erleben wir eine Phase des Umbruchs, in der immer weniger Menschen in der Lage sind, präzise und strukturierte Texte zu verfassen. Die Kurzschrift muss wieder verstärkt genutzt und erlernt werden – denn vor Gericht oder beim Notar zählt letztlich das geschriebene Wort.“

Das Beherrschen der Kurzschrift verlangt Bildung und fördert gleichzeitig das Sprachverständnis. Dies bringt auch die Inschrift des Gedenksteins auf den Punkt: „Die Stenografie soll Gemeingut aller Gebildeten werden.“ Mit einem gemeinsamen Anstoßen auf das Wohl der Kurzschrift und einem geselligen Abendessen klang die gelungene Veranstaltung aus.

 

Pressekontakt: Hessischer Stenografen-Verband e. V. | Bezirk Südhessen
Ansprechpartner: Michael Raub (Bezirksvorsitzender) | Web: www.stenografen-hessen.de

 

 


Tradition im Odenwald: 32. Treffen an der Gabelsbergereiche auf dem Felsberg

 

Lautertal / Felsberg. Eine lieb gewonnene Tradition jährt sich im Juli bereits zum 32. Mal: Der Bezirk Südhessen im Hessischen Stenografenverband E. V. lädt alle Schriftfreundinnen und Schriftfreunde sowie Interessierte zum jährlichen Treffen an der historischen Gabelsbergereiche auf dem Felsberg (oberhalb des Felsenmeeres) ein. Das Treffen findet am Freitag, den 3. Juli 2026, um 18:00 Uhr statt.

Ein lebendiges Denkmal für den Meister der Kurzschrift

Die Eiche ist weit mehr als nur ein Treffpunkt im Grünen – sie ist ein Stück gelebte Geschichte. Vor stolzen 134 Jahren wurde der Baum von den Vorfahren des Verbandes dem großen Meister der Kurzschrift, Franz Xaver Gabelsberger, geweiht. Anfang der 1990er-Jahre wurde das traditionelle Treffen vom früheren Vorsitzenden des Hessischen Stenografenverbandes, Stephan Senzig, wieder zum Leben erweckt. Seither versammeln sich die Schriftbegeisterten aus der Region alljährlich am ersten Freitag im Juli an diesem symbolträchtigen Ort.

Geselliges Beisammensein auf der Kuralpe

Nach dem offiziellen Treffen an der Eiche steht ab ca. 19:30 / 20:00 Uhr der gemütliche Teil des Abends auf dem Programm. Im nahegelegenen Hotel-Restaurant Kuralpe sind Plätze für die Gruppe reserviert. Bei gutem Wetter im Außenbereich bietet sich hier die perfekte Gelegenheit, gemeinsam zu essen, Erinnerungen auszutauschen und ausgiebig zu „schwätzen“.

Hinweise für Teilnehmer und Anmeldung

Der Bezirksvorsitzende Südhessen, Michael Raub, freut sich auf zahlreiche Teilnehmer. Zur besseren Planung des Restaurantbesuchs wird um eine kurze Rückmeldung bis zum 30. Juni 2026 gebeten.

  • Anreise: Die Gabelsbergereiche befindet sich direkt am Parkplatz auf dem Felsberg oberhalb des Felsenmeeres. Sie ist über eine schmale Straße von der Landstraße L3101 (zwischen Seeheim-Jugenheim-Balkhausen und Lautertal-Beedenkirchen) erreichbar.
  • Übernachtung: Wer eine Übernachtung auf der Kuralpe plant, wird gebeten, diese selbstständig zu buchen: Hotel-Restaurant „Kreuzhof“ Kuralpe, Kuralpe 2, 64686 Lautertal (Tel. 06254 9515-0, www.kuralpe.de).

Kontakt für Anmeldung und Rückfragen:

Michael Raub

Vorsitzender des Bezirks Südhessen im Hessischen Stenografenverband E. V.

Am Großen Stein 1, 64385 Reichelsheim

E-Mail: steno-raub@gmx.de


„Potz! Blitz!“ – Darmstädter Stenografen auf den Spuren der Schimpfkultur

Darmstadt/Dreieich. Ob saftige Verfluchungen in Keilschrift oder moderne Hate Speech im Netz: Das Phänomen des Fluchens ist so alt wie die Menschheit selbst. Der Stenografenverein Darmstadt lädt am Samstag, den 11. April 2026, zu einem besonderen Ausflug in das Dreieich-Museum ein.

Nach der erfolgreichen Ausstellung über Redewendungen widmet sich der Verein erneut der Sprache. Die aktuelle Schau „Potz! Blitz! Vom Fluch des Pharao bis zur Hate Speech“ beleuchtet Kraftausdrücke als einen der originellsten Bereiche unseres Wortschatzes. Dabei geht es um die Lust am Tabubruch, historische Amulette zur Fluchabwehr und Ausraster in Sport und Verkehr.


Details zur Veranstaltung

  • Termin: Samstag, 11. April 2026, um 13:00 Uhr
  • Treffpunkt: Burggarten der Burgruine Hayn, Fahrgasse 52, 63303 Dreieich-Dreieichenhain
  • Parken: Parkplätze befinden sich unmittelbar unterhalb der Burgruine
  • Programm: Führung durch die Ausstellung, anschließend gemeinsames Kaffeetrinken
  • Wichtiger Hinweis: Das Museum ist leider nicht barrierefrei zugänglich

Anmeldung erforderlich

Aufgrund der festen Buchung der Führung bitten wir um Anmeldung bei Werner Schneider:

E-Mail: stenografenverein.darmstadt@web.de
Telefon: 06257 9197644

 


120 Jahre Stenografie-Tradition: Bezirk Südhessen blickt auf erfolgreiches Jahr zurück

Obertshausen/Reichelsheim. Kontinuität im Vorstand, sportliche Erfolge und ein stolzes Jubiläum: Bei der Jahreshauptversammlung des Hessischen Stenografenverbandes (HStV) in Obertshausen zog der Bezirksvorsitzende Michael Raub eine positive Bilanz für den Bezirk Südhessen. Trotz allgemeiner Herausforderungen in der Vereinswelt blickt der Bezirk auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück.

Beständigkeit in der Mitgliederentwicklung

Zum Stichtag am 15.10.2025 zählte der Bezirk Südhessen insgesamt 264 Mitglieder und Schüler in fünf Mitgliedsvereinen. Besonders erfreulich entwickelte sich der Stenografenverein Langen, der seine Mitgliederzahl auf 154 steigern konnte. Während die Vereine in Darmstadt, Worms und die Stenofreunde Pforzheim stabile Zahlen meldeten, verzeichnete der Bürstädter Stenografenverein eine Abnahme von 5 Mitgliedern.

Jubiläumsfeier am Felsberg

Ein emotionaler Höhepunkt war das traditionelle Stenografentreffen am 4. Juli 2025 an der Gabelsbergereiche auf dem Felsberg im Odenwald, zu dem 15 Teilnehmer anreisten. Anlässlich des 120-jährigen Bestehens des Bezirks feierte man mit einem Sektempfang und Fachvorträgen, unter anderem von Dr. Jascha-Alexander Koch, dem Vizepräsidenten des DStB. Über die Veranstaltung erschien ein ausführlicher Bericht im Bergsträßer Anzeiger.

Sportliche Erfolge und bewährte Führung

Auch im Wettbewerb zeigten die Südhessen Flagge: Bei den Südhessischen Meisterschaften beteiligten sich sechs Vereine. Zudem waren Mitglieder bei überregionalen Wettbewerben wie den Deutschen Meisterschaften oder dem neuen Bundeskombinationsschreiben (BKS) erfolgreich vertreten.

Bei der Jahreshauptversammlung des Bezirks am 7. Februar 2026 in Pforzheim wurde der Vorstand in seinen Ämtern bestätigt:

  • 1. Vorsitzender: Michael Raub (Langen/Darmstadt)
  • 2. Vorsitzender: Werner Schneider (Darmstadt)
  • Rechnerin: Elke Eckel
  • Schriftführerin: Katrin Schmitz (Langen)

Gez. Michael Raub, Bezirksvorsitzender